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3 Tipps für einen genialen Bösewicht

Aktualisiert: 1. Apr.

Hä, guter Bösewicht? Sollten die Antagonisten nicht eigentlich immer böse, schrecklich und gemein sein?


Natürlich hat ein Bösewicht immer die Aufgabe, dem Protagonisten das Leben schwer zu machen. Und je mehr Steine er ihm in den Weg legt, desto besser ist es für die Geschichte.


Aber was macht einen richtig genialen Antagonisten eigentlich aus?

Warum feiern wir Voldemort so sehr, obwohl er der Gegner von unserem Helden Harry Potter ist? Weswegen war “der Joker” DIE Rolle von Heath Ledger?


Bevor ich darauf eingehe, möchte ich noch kurz etwas zu den unterschiedlichen Arten des Antagonisten sagen. Denn es gibt verschiedene. Es gibt die physischen, “echten” Gegner: das sind meist unliebsame Menschen oder Wesen, die mehr oder weniger aktiv gegen unseren Helden arbeiten (Voldemort, der Joker, und auch Wesen wie z.B. Sauron von Herr der Ringe).


Aber es gibt auch Antagonisten, die in anderer Form daher kommen. Zum Beispiel ein tödliches Virus, das die Welt bevölkert, eine Naturkatastrophe die ganz Amerika lahmlegt, oder auch eine Gesellschaft oder eine Staatsform.

Allerdings gibt es auch hier meistens mindestens eine Person, die diesen nicht-physischen Gegner repräsentiert. Bei Walking Dead, wo der eigentliche Gegner ja das Zombie-Virus ist, gibt es sogar allerhand unterschiedliche, personifizierte Gegner (am bekanntesten ist wohl der freundliche Herr mit dem Baseballschläger ;-) ).


In diesem Beitrag möchte ich mich aber auf die Bösewichte konzentrieren, die in einer greifbaren Gestalt daherkommen.


Tipp 1: Gib deinem Bösewicht eine Geschichte


Die meisten Autoren neigen leider dazu, den Antagonisten in seiner Entstehung ein wenig zu vernachlässigen - und genau hier liegt meist der Hund begraben. Natürlich lieben wir es, unseren Protagonisten und seine Crew zu erschaffen, ihnen eine Persönlichkeit zu verleihen. Aber genau so viel Liebe und Aufmerksamkeit sollten wir auch unserem Antagonisten entgegenbringen: Je besser wir ihn kennen, desto spannender und fesselnder wird deine Geschichte. Dann kennst du die Tricks, die er anwenden würde, um den Helden von seinem Ziel abzuhalten.


Und das bringt uns auch direkt zum


2. Tipp: Dein Bösewicht ist immer einen Schritt voraus


Es ist essenziell für deine Geschichte, dass der Bösewicht immer einen Tacken besser, klüger, schneller oder einfach gerissener ist als der Protagonist. Das ist deshalb so wichtig, weil die Geschichte ja total langweilig wäre, wenn dein Held nur mit dem Finger zu schnippen bräuchte, um seinen Gegner zu besiegen. Stell dir mal vor, Harry Potter hätte einfach seinen Zauberstab geschwungen und Voldemort wäre tot umgefallen. Oder Batman hätte den Joker noch vor Ort im Krankenschwesterkostüm abführen können. Dabei ist es nicht mal wichtig, dass der Bösewicht immer total gefährlich und brutal ist.


Ein kleines Beispiel für einen genialen Bösewicht im Schafspelz gefällig?


Achtung Spoiler:


Der erste Teil von Scary Movie: den ganzen Film über verfolgt man die Jagd nach dem Mörder mit der Maske, der seine Opfer aufschlitzt. Dabei begleiten wir eine Hand voll Protagonisten, die alle nach und nach dran glauben müssen. Aufgeheitert wird das ganze von Doofy, dem offensichtlich geistig beschränkten Aushilfs-Sheriff der örtlichen Polizei und seinem Staubsauger ;-)  … und genau er ist es, der sich am Ende des Films die berühmte Maske vom Gesicht zieht und in sein Cabrio springt.








Spoiler Ende 


Auch wenn dieser Film eine Komödie ist, zeigt es wunderbar, dass sich der Antagonist auch gerne verstecken darf.



3. Tipp: Auch dein Bösewicht hat Schwächen


Natürlich hat er die, denn er braucht sie, damit unser Held überhaupt eine Chance hat.


Also ja, dein Bösewicht muss zunächst immer stärker, klüger, besser als der Protagonist sein. Aber überlege dir auch sorgfältig seine größten Schwächen und Konflikte (z.B., indem du auch für ihn einen ausführlichen Charakterbogen anfertigst).

Das kann z.B. eine Person sein, die dem Gegner sehr wichtig ist. Oder ein Gegenstand, ohne den er machtlos ist.


Denn das wird später der Schlüssel für deinen Helden sein, mit dem er den Antagonisten besiegt.


Harmloses Beispiel: Beim Disneyfilm “Vaiana” müssen Vaiana und Maui etwas von Tamatoa, einer Riesenkrabbe, stehlen. Die größte Schwäche des bepanzerten Giganten? Er ist unglaublich selbstverliebt und steht auf alles, was glänzt. Als Vaiana ihn ermutigen kann, von sich selbst zu reden, ist er abgelenkt genug, damit sie den Haken stehlen können.


Das waren die Top 3 Tipps für einen Antagonisten, der überzeugend, interessant und vor allem glaubwürdig ist.


Wer ist dein liebster Bösewicht?


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